Stürzen und abstürzen
Auf Stürze ist man nicht vorbereitet. Sie passieren wider Willen. Man geht nicht wie gewöhnlich behutsam die Treppe herunter, man fällt plötzlich, überschlägt sich mehrfach, landet unsanft auf jeder Stufe, zieht sich Prellungen zu oder bricht sich etwas. Das ist das Übliche. Diese Form des Stürzens nenne ich "Der gemeine Sturz".
Das Wort "Absturz" bezieht sich auf Computer. Heute weiß schon ein Vierjähriger, was das ist, wenn ein Rechner "abstürzt". Er weiß, dass es sich hierbei nicht um den gemeinen Sturz handelt, bei dem man nolens volens hinfliegt, sich, wenn man Pech hat, verletzt, und evtl. noch andere mitreißt.
"Blutsturz" ist in jeder Hinsicht die Steigerung. Hier wird es gefährlich, richtig eklig. Am besten, ein Nicht-Betroffener sucht schleunigst das Weite. Sonst werden bei einer Rettungsaktion noch die schönen Autopolster verdreckt.
Anders ist es übrigens bei der Blutgrätsche beim Fußball. Die wird von den wilden Kerlen regelrecht angestrebt, obwohl der Mann nachher an Schockstarre leidet und es an den Beinen auch wehtut. Hilfe und Mitgefühl ist denjenigen sicher, die nach einer Blutgrätsche bewusstlos auf dem Platz liegen.
Insbesondere bei Älteren besteht nicht nur Furz-, sondern auch Sturzgefahr. Am besten sie schnallen sich rechtzeitig lebensrettende und unauffällige Polster auf die Hüfte. Aber die sind nicht besonders beliebt. Da stürzen ältere Menschen lieber ungeschützt.
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